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25.03.2020 - Sonderinformation Corona

Sehr geehrte Mandanten,

in diesen wirtschaftlich ungewissen Zeiten wollen wir Ihnen als gewohnt kompetenter Ansprechpartner zur Seite stehen. Der Deutsche Steuerberaterverband hat exklusiv für seine Mitgliedsverbände und deren Mitglieder wesentliche Informationen für die Praxis zusammengefasst. Diese Information „DStB-Verband – Corona-Information für Steuerberater und ihre Mandanten“ – u.a. auch mit Hinweisen zum Thema „Kredite und Bürgschaften“ – stehen Ihnen unter der Kategorie MANDANTENBRIEFE zur Verfügung und soll helfen, unsere Mandanten wirtschaftlich sicher durch die Corona-Krise zu begleiten.

Bei Fragen zu dem Inhalt dieser Sonderinformation oder zu anderen Themen (insbesondere der Kurzarbeit) sprechen Sie uns bitte an. Der/die für Sie zuständige Sachbearbeiter*in steht Ihnen telefonisch wie gewohnt zur Verfügung.
Um Unternehmen in der Corona-Pandemie dabei zu unterstützen, ihre Ausstattung mit Liquidität zu verbessern, erhalten sie steuerliche Hilfen. Das Bundesfinanzministerium hat mit den obersten Landesfinanzbehörden am 19.03.2020 über steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus (siehe Mandanten-Information
„BMF 2020-03-19- Steuerliche Maßnahmen – Auswirkungen des Coronavirus“) abgestimmt, mit dem betroffene Steuerpflichtige mit konkreten steuerlichen Erleichterungen unterstützt werden.
Stundung von Steuerzahlungen: Wenn Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr fällige Steuerzahlungen nicht leisten können, sollen diese Zahlungen auf Antrag befristet und grundsätzlich zinsfrei gestundet werden. Den Antrag können Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 bei ihrem Finanzamt stellen. Wir helfen Ihnen natürlich dabei, sprechen Sie uns bitte an, die Musterformulierungen des BMF liegen uns vor. An die Bewilligung der Stundung sind dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Unternehmen müssen darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind. Den Wert entstandener Schäden müssen sie aber nicht im Einzelnen belegen. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird. Diese Maßnahme betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.
Anpassung von Vorauszahlungen: Unternehmen, Selbständige und Freiberufler können außerdem die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Hierfür können sie bei ihrem Finanzamt einen Antrag stellen. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden als vor der Corona-Pandemie erwartet, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. Die Liquiditätssituation wird dadurch verbessert. Auch diesbezüglich sprechen Sie uns bitte wie gewohnt an.
Vollstreckungsmaßnahmen aussetzen: Auf die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden soll bis zum Ende des Jahres verzichtet werden. Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, sollen erlassen werden. Dies betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.
Zu vergleichbaren Maßnahmen hat das Bundesfinanzministerium darüber hinaus die Zollverwaltung angewiesen, die u.a. die Energiesteuer und Luftverkehrsteuer verwaltet. Sie gelten außerdem für die Versicherungssteuer und die Umsatzsteuer, soweit diese vom Bundeszentralamt für Steuern verwaltet wird.
Wir wünschen Ihnen und uns in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten alle erdenkliche Kraft und auch Geduld, um den mit Corona verbundenen Herausforderungen gewachsen zu sein.
Ihr Team von
Dr. Macho + Partner